Zur Ausstellung «Hölzigi – von traditionell bis aktuell» des Hauses Appenzell in Zürich ist ein Begleitkatalog erschienen, der zum einen traditionelle Appenzeller Senntumsschnitzerei zeigt. Zu sehen sind etwa Alpaufzüge, Silvesterchläuse, Appenzeller Musikformationen, Blochumzüge sowie Szenen aus dem bäuerlichen Alltag, geschnitzt von Jakob Müller (1922–2005) und Konrad Zülle (1918–1988) im Stil der Art brut. Zum anderen sind aktuelle Skulpturen des Ostschweizer Bildhauers Daniel Eggli abgebildet, der die herkömmlichen Schnitzwerkzeuge durch Kettensägen ersetzt. Seine Figuren befassen sich mit den Beziehungen zwischen Mensch, Tier und Natur und interpretieren das Appenzeller Brauchtum neu. Eine Ergänzung finden die drei Künstler in der Ukrainerin Veronika Matjaschenko, deren Zufallsbegegnung mit Daniel Eggli nach ihrer Flucht sie zu eigenen, teils appenzellisch gefärbten Holzarbeiten inspirierte.
CHF 30.00
Die Ernst Hohl-Kulturstiftung hat mit dem Haus Appenzell für das Appenzellerland sowie das Toggenburg mitten in Zürich ein repräsentatives «Kultur-Schaufenster» geschaffen. Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, die traditionelle wie auch zeitgenössische Kultur und Lebensart der Region rund um den Säntis in das urbane Zürich, in die schweizerische Öffentlichkeit und in das benachbarte Ausland hinauszutragen. In einem prächtigen Neo-Renaissance-Bau untergebracht, vermittelt das Haus Appenzell diese reiche, vielfältige und überraschende Kultur, kombiniert sie mit ausländischen Kulturen und fördert sie im nationalen wie auch internationalen Rahmen. Seit 2006 finden jeweils im Herbst Ausstellungen statt, zu denen stets ein Katalog erscheint.