Vom Verbuddeln zum Verwerten

Eine effiziente Abfallwirtschaft ist für das Funktionieren einer Gesellschaft unerlässlich. Was heute selbstverständlich scheint, war es vor einigen Jahrzehnten noch nicht. Das Entsorgungssystem der Nachkriegszeit war heillos überfordert: Aufgrund des Bevölkerungswachstums explodierte die Menge an Abfall, und auch dessen Beschaffenheit veränderte sich mit der Flut von billigen Produkten aus den aufkommenden Kunststoffen. Die Schweizer Gewässer waren vergiftet. Doch um der wilden Ablagerung am Dorfausgang ein Ende zu bereiten, waren massive Investitionen nötig. Und Investitionen in das Entsorgungssystem generieren keinen Mehrwert. Wer sich dafür einsetzt, Umweltschäden zu verhindern, erhält kaum Anerkennung – ausser vielleicht in diesem Buch, das anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Verbands der Schweizerischen Abfallverwertungsanlagen (VBSA) veröffentlicht wurde. Anhand von vier Fallbeispielen – Winterthur, Lausanne, Buchs und Tessin – dokumentiert es nicht nur die Entstehung der modernen Abfallwirtschaft in der Schweiz. Es würdigt auch die Menschen, die mit Engagement und Kreativität zu einer erfolgreichen Lösung beigetragen haben.

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